Ausschuss für Schule, Jugend und Bildung, 19.Sitzung

Notizen aus dem Ausschuss für Schule, Jugend und Bildung, 30.05.18, 19.Sitzung (ohne Gewähr)

Vorsitzende Dr. van den Hövel – Hanemann teilt mit, dass der Vororttermin zur Begutachtung der Schäden an der Reuterschule am 12. Juni 2018, 15:00 Uhr stattfinden wird.

Tagesordnung
1. Wahl eines/einer 2. stellvertretenden Vorsitzenden

Die SPD – Fraktion schägt Anke Bergmann zur Wahl vor, diese wird einstimmig bei Abwesenheit der Fraktion FDP + Freie Wähler + Piraten zur 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Stadtverordnete Bergmann nimmt die Wahl an. Niederschrift über die 19. Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend und Bildung vom 30. Mai 2018 3 von 5

2. Bildungsregion Waldau 101.18.892

Gemeinsame Anfrage der Fraktionen SPD und B90/Grüne und der Stadtverordneten Dr. Cornelia Janusch und Andreas Ernst

Wir fragen den Magistrat:
1. Wie bewertet der Magistrat die Entwicklung und den aktuellen Stand der Bildungsregion Waldau?

2. Wie bewertet der Magistrat die Einbindung der Bildungsregion in den Prozess des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Kasseler Osten?

3. Wie bewertet der Magistrat die Chancen, das Konzept der Bildungsregion auf den Kasseler Osten auszuweiten?

Stadträtin Janz führt in die Thematik ein und übergibt das Wort an Frau Dieling , Amt für Schule und Bildung.
Im Stadtteil Waldau erprobt die Stadt Kassel modellhaft Möglichkeiten, die Bedingungen für einen erfolgreichen Bildungs- und Förderverlauf von Kindern und Jugendlichen zu optimieren. 2009 wurde die Waldauer Bildungsvereinbarung als Grundlage gemeinsamer Verantwortung und gemeinsamen Handelns von den Bildungsakteuren im Stadtteil unterzeichnet. Die sich entwickelnde Bildungslandschaft Waldau hat zum Ziel, dass alle Bildungsakteure, von der Familie über den Kindergarten bis zu den Schulen, vom Bürgerhaus und Jugendzentrum bis hin zum Sportverein zusammenarbeiten und gemeinsam Verantwortung für erfolgreiche Bildungsbiografien von Waldauer Kindern und Jugendlichen übernehmen. Diese beantwortet die Anfrage mithilfe der beigefügten PowerPoint – Präsentation.
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Bildung als kommunale Gesamtstrategie: Kassel bildet!
Globalziel der Stadt Kassel im Zukunftsprozess zum Demografischen Wandel: Kommunale Bildungsverantwortung wahrnehmen – Sicherung von gesellschaftlicher Teilhabe und Wirtschaftskraft
Leuchtturmprojekt Bildungsregion Waldau

  • Erprobung der Umsetzung der strategischen Ziele bezogen auf einen Stadtteil als Bildungsraum
  • Auftrag zur Gewinnung von übertragbaren Erkenntnissen über kommunale Steuerungsmöglichkeiten und -funktionen bei der Gestaltung einer kommunalen Bildungslandschaft

Bildungsregion Waldau

  • Optimierung der örtlichen Bedingungen für einen strukturierten und kontinuierlichen Bildungsverlauf für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Stadtteil Verbesserung der Bildungschancen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • gemeinsame Gestaltung der Übergänge
  • Einbindung aller professionellen und ehrenamtlichen Akteure vor Ort
  • Anknüpfungspunkte für lebenslanges Lernen im Stadtteil

Gemeinsames Leitbild […]

Organisationsstruktur […]

Zielgeleitete Netzwerkarbeit
Wie arbeiten wir verbindlich zusammen?

  • Ziel- und Maßnahmenplan (BSC)
  • Kooperationsvereinbarungen
  • Dokumentation
  • Qualitätsentwicklung und -sicherung
  • Fortschreibung stadtteilbezogener Bildungsdaten

Was haben wir erreicht?

  • Entwicklung gemeinsamer (Beteiligungs-)Formate, die die unterschiedlichen Netzwerkakteure und Bildungsadressaten mit Gewinn für alle zusammenbringen
  • Identifikation der Akteure und Bürgerinnen und Bürger mit dem Bildungsnetzwerk

Blick in einzelne Schlüsselprozesse und Maßnahmen

  • Waldau trifft sich – Waldau informiert sich
  • Stadtteilspaziergang
  • Demokratie leben lernen
    z.B. Klassenrat Workshop mit dem Kinder— und Jugendbüro der Stadt Kassel und Rote Rübe e.V.
  • Gemeinsame Gestaltung der Übergänge
  • Elternbildungsangebote entlang der Bildungskette
  • Älter werden in Waldau (Veranstaltung: Sicher im Alter)

Integriertes Entwicklungskonzept Kasseler Osten

  • Stärkung und Ausweitung der Bildungsregion Waldau ist Teil der Ziel- und Maßnahmenplanung
  • abgestimmte Gremienstruktur und gemeinsame Beteiiigungsformate (z.B. Stadtteilspaziergang, geplant für 2019: Veranstaltung „Lernort Stadtteil“
  • Stadtteilmanagement Forstfeid und Waldau im EKZ Waldau gemeinsam mit „KennenLernladen Waldau“ als zentraler Bildungsort
  • Campus am Grundschulstandort Waldau
  • Machbarkeitsstudie Familien- und Quartierszentrurn Forstfeld mit Satellitenangeboten in Waldau und Bettenhausen
  • Neue Kindertagesstätte in Bettenhausen

Bildungsregion Kasseler Osten

  • Konzeptentwicklung Bildungsregion Kasseler Osten
  • Einbindung der Akteure in den Stadtteilen
  • Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Ressourcen (Koordination und Projektmittel)
  • Übertragung von Strukturprinzipien der Bildungsregion Waldau

Perspektive und Chance

Bildung und Stadtteilentwicklung im Kasseler Osten verzahnt und gemeinsam umsetzen

 


3. Befristung in Kitas  – 101.18.917 –

Anfrage der Fraktion Kasseler Linke

Wir fragen den Magistrat:
1. Wie viele ErzieherInnen arbeiten in städtischen Betreuungseinrichtungen? (bitte aufteilen nach männlich, weiblich, Teilzeit, Vollzeit)

Erzieherinnen und Erzieher einschließlich Leitungspersonal
männlich: 48
weiblich: 475
gesamt: 523

2. Wie viele sind befristet angestellt? (bitte aufteilen nach männlich, weiblich, Teilzeit, Vollzeit)

befristet Gesamt:
männlich: 13
weiblich: 88
gesamt: 101

befristet Vollzeit:
männlich: 6
weiblich: 55
gesamt: 61

befristet Teilzeit:
männlich: 7
weiblich: 33
gesamt: 40

Zum 1.08 werden 35 Mitarbeiter/Innen unbefristet weiter beschäftigt.

3. Warum werden sie befristet eingestellt?

Neue Mitarbeiter werden zunächst befristet nach TzBfG eingestellt. Gründe: höhere Flexibilität – das ist rechtlich zulässig. Die Einstellungen erfolgen sowohl ohne als auch mit Sachgrund( Vertretungen wegen Elternzeit, Sonderurlaub, Arbeitszeitreduzierung)

4. Wie viele Beschäftigte ohne abgeschlossene Ausbildung (Praktikant*innen, Erzieher*innen im Anerkennungsjahr etc.) arbeiten in städtischen Kitas?

Stadt stellt pro KiGajahr 30 Plätze für Jahrespraktikum zur Verfügung, 27 Plätze belegt. Zusätzlich absolvieren 25 Personen ein Praktikum im Rahmen der praxisintegrierten Erzieherausbildung (PiA) (3 Jahre schulbegleitend)
Zusammen sind 52 Praktikanten und Praktikantinnen beschäftigt, zusätzlich bietet die Stadt 30 Plätze für den Freiwilligendienst.

5. Mit wie viel zu betreuenden Kindern wird für die Zeit nach den Sommerferien kalkuliert?

10250 Kinder in Tagespflege, Krippen, Kindergärten und Horten, davon 4200 in städtischen Kitas.
U3 ->rund 1770, davon ca.320 städtischen Kitas.
KiGa -> rund 5630, davon ca.2160 städtischen Kitas.
Hort -> rund 2850, davon ca. 1720 städtischen Kitas.

6. Wie hoch ist die Betreuungsquote in Kassel?

U3: 30%
KiGa: 90%
Hort: 42%

7. Wie viele Stellen für ErzieherInnen sind ausgeschrieben?

Die freien Stellen werden vorwiegend über Initiativbewerbungen besetzt. Nur, wenn zu wenig Initiativbewerbungen vorliegen und zu viele Stellen unbesetzt, wird extern ausgeschrieben.
Im letzten Jahre gab es 2 Ausschreibungen auf die sich 150 Menschen beworben haben.

8. Werden Krankenstand und die Anzahl von Überlastungsanzeigen zentral erhoben? Wenn ja, wie hoch sind sie?

9,24%

9. Mit welchen Strategien wird versucht, ausreichend ErzieherInnen zu gewinnen und zu halten?

Pratikumsplätze und PiA (siehe Frage 4)
Die Stadt präsentiere sich so als attraktiver Arbeitgeber.
Weitere Punkte:

  • Zentrale Fortbildungswoche in der Abteilung Kinderbetreuung
  • Zusätzlich drei Fortbildungstage pro Jahr pro Mitarbeiter/-in
  • Tarifkonforme Bezahlung nach TVöD und Anrechnung von Erfahrungszeiten auf die Stufenlaufzeiten
    Urlaubstage nach den Berechnungen des Tarifvertrages für den öffentliche Dienst und nach dem Bundesurlaubsgesetz
  • Stark vergünstigtes Jobticket
  • Geplantes Fortbildungsprogramm im Bereich Nachwuchskräfteförderung für Erzieherinnen bzw. Erzieher
  • Eigene psychologische und pädagogische Fachberatung
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den Betreuungsformen Krippe, Kindergarten und Hort
  • Unterschiedliche pädagogische Konzepte
  • Individuelle Personalentwicklung
  • Passgenau Fortbildungs— und Weiterbildungsangebote
  • Lebensphasen orientierte Arbeitszeitgestaltung in Form von Stundenerhöhungen- bzw. Stundenreduzierungen
  • Kontinuier\iche Teamentwicklungen
  • Engagement in der Ausbildung durch die Bereitstellung von qualifizierten Ausbildungsstellen mit fachlich fundierter Anleitung
    (Antje Kühn – stellvertretende Amtsleiterung)

4. Schülerzahlen im Kasseler Norden 101.18.9 34

Anfrage der CDU – Fraktion

Wir fragen den Magistrat:
1. Vor kurzer Zeit wurde zwischen dem Landkreis Kassel und der Stadt Kassel erreicht, dass die Klassenbildung an der Gesamtschule Vellmar auf Sechszügigkeit begrenzt wird. Damit sollten die Schülerzahlen der Kasseler Schulen Im Kassel Norden und gleichzeitig im Südteil des Landkreises Kassel (Grebenstein, Fuldatal, Immenhausen) stabilisiert werden. Gilt diese Begrenzung auch weiterhin?

Die Begrenzung der Gesamtschule Vellmar auf Sechszügigkeit wurde durch Verfügung des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis und die Stadt Kassel vom 27.11.2014 festgelegt und hat auch weiterhin Gültigkeit. Es gibt keine Bestrebungen seitens der Stadt Kassel oder des Landkreises Kassel eine Aufhebung der Begrenzung zu beantragen.

2. Welche Konsequenzen für die Kasseler Schulen hätte eine Ausweitung in Vellmar?

Bei dem diesjährigen Einwahlverfahren Übergang 4 —5 für das Schuljahr 2018/19 haben sich insgesamt 189 Kinder für eine Einwahl an der Gesamtschule Vellmar entschieden. Davon waren 11 Kinder aus dem Stadtgebiet Kassel. Aufgrund der Begrenzung der Zügigkeit/t und der Vorrangigkeit des Wohnortes bei der Auswahl konnte kein Kind aus dem Stadtgebiet Kassel an der Gesamtschule in Vellmar aufgenommen werden.
Von den 11 abgelehnten Stadtkindern haben zwei Kinder als Zweitwunsch die Gesamtschule Fuldatal gewählt und diesen Wunsch auch erhalten. Den restlichen neun Kindern wurden freie Plätze an Gesamtschulen in Kassel angeboten. Alle Kinder aus Kassel, die zum SJ 2018/19 als Erstwunsch eine Gesamtschule in Kassel angewählt haben, könnten auch aufgenommen werden.
Eine Ausweitung der Zügigkeit der Gesamtschule Vellmar hätte derzeit vor allem Auswirkungen auf die Aufnahme der Kinder aus dem Landkreis Kassel. Dort gibt es ausreichend freie Schulplätze auf Gesamtschulen, die bei einer Ausweitung in Vellmar Schülerinnen und Schüler verlieren würden.

(Gabriele Steinbach)