Kultur, 25. Sitzung

Notizen aus der 25.öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Kultur, 30. April 2019 (Ohne Gewähr)

Die Fraktion B90/Grüne beantragt den Tagesordnungspunkt 2 (Außeruniversitären Status des documenta-Instituts sicherstellen, Antrag der CDU-Fraktion 101.18.1263 -) zu schieben.
Zustimmung: B 90/Grüne, SPD, FDP+Freie Wähler+Piraten, CDU, AfD (1)
Enthaltung: Kasseler Linke, AfD (1)

Tagesordnungspunkt 1 und 9 werden gemeinsam aufgerufen.

Tagesordnung:

1.Raum-und Funktionskonzept documenta Institut

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 8. April 2019

Bericht des Magistrats -101.18.1242-

Antwort des Magistrats (mit OCR eingescannt):

l. Aufgaben des zukünftigen documenta Instituts

Das documenta archiv bildet mit seinem umfangreichen Aktenbestand und Sammlungen den Ausgangspunkt für die documenta-Forschung und mithin für das documenta lnstitut. Durch die Erweiterung um den Bereich Forschung soll es gelingen, exzellente und international sichtbare Forschung sowohl zur documenta und zur zeitgenössischen Kunst als auch zu Ausstellungsstudien und kuratorischer Praxis zu etablieren. Gleichzeitig ist geplant, die Vermittlung in die Öffentlichkeit zu optimieren. Konkret sollen im zukünftigen documenta Institut folgende Aufgabenbereiche (Funktionen) unter einem Dach wahrgenommen werden:

1. Bereich Archiv

Gewährleistung einer fundierten Basis für die Forschung, Beratung besonders in Fragen der Dokumentationsstrategie und Bereitstellung von Informationen:

  • Übernahme des Archiv- und Dokumentationsguts derjeweiligen documenta
  • Fachgerechte Bewahrung und konservatorische Versorgung der Bestände
  • Sammlungserweiterung international ausgerichteter Publikationen, Fachjournale,
  • Pressezeugnisse, Fotografien, Video- und Audiomaterials entsprechend des Sammlungsprofils
  • Professionelle Erschließung des Archiv-, Sammlungs- und Bibliotheksguts
  • Planung eines Zentrums für Kurator/innen-Nachlässe (Desiderat in der Kunstarchiv-
  • Landschaft; bislang von keinem deutschen Archiv als Aufgabe erkannt und übernommen)
  • Veröffentlichung der erschlossenen Bestände unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (auf der eigenen Homepage, über Verbundsysteme, z.B. uropeana)
  • Gewährleistung eines Nutzerservice für schriftliche Anfragen und Nutzer/innen vor Ort
  • Anschluss an nationale und internationale Verbundsysteme
  • Professionelle Digitalisierung und Erarbeitung der dazugehörigen Metadaten
  • Langzeitarchivierung
  • Eigene archivfachliche Forschungen
  • Forschungskooperationen

2. Bereich Forschung

lm Vordergrund steht die systematische Erforschung wissenschaftlicher Fragestellungen zur Bedeutung, Geschichte, Wirkung und Entwicklung der documenta von ihren Anfängen bis heute. Sowohl auf der Basis des Archivmaterials als auch anhand von übergeordneten Fragestellungen sollen Forschungsprojekte initiiert und bearbeitet werden. Neben dem kunstwissenschaftlichen Schwerpunkt der documenta-Forschung sowie der Ausstellungsstudien sind als Eckpunkte eines Forschungsprogramms transdisziplinäre Forschungsperspektiven unter den Uberschriften

  • Kunst und Gesellschaft,
  • Kunst und Wissen sowie
  • Kunst und Ökonomien

vorgesehen.

In diesem Zusammenhang plant die Universität drei Tenure-Track Professuren jeweils zu den genannten wissenschaftlichen Themenschwerpunkten zu besetzen. Die documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel ist bereits seit Januar 2018 besetzt.

Gleichzeitig ist die wissenschaftliche Vernetzung zur Verstetigung, Weiterentwicklung und

Internationalisierung der documenta Forschung notwendig. Hier ist die Beratung durch einen ständigen, international besetzten Beirat ausgewiesener Experten, die Aufnahme in den Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute und der Ausbau der Zusammenarbeit mit lokalen, nationalen und internationalen Verbünden, Netzwerken und Kooperationspartner/innen vorgesehen. Durch Drittmitteleinwerbung

werden über Projekte die Erschließung und Erforschung von documenta-relevanten Themen vorangetrieben. Zudem ist ein Stipendiat/innenprogramm geplant, das Forscher/innen aus der ganzen Welt nach Kassel bringen soll, die zur documenta-Geschichte sowie kuratorischer Praxis arbeiten.

3. Bereich Vermittlung

Auch zwischen den documenta-Ausstellungen soll die Geschichte der Gegenwart der documenta, das Potenzial an Wissensprocluktion, das durch sie angestoßen wird und die Auseinandersetzung an den Schnittstellen von Kunst, Welt und Ausstellung, für die sie steht, präsent gehalten werden. Dies soll mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Vermittlung (z. B. Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen, Konzerten, Diskussionen, interviews) und digital Labs einer guten archiv- und forschergerechten Architektur mit hoher Aufenthaltsqualität an einem markanten Standpunkt erreicht werden. Internet-basierte Projekte werden auf internationaler Ebene für Aufmerksamkeit sorgen. Begleitet werden sollen diese Aktivitäten durch professionelle Presse- und Marketingarbeit, auch unter Einbeziehung der neuen Kommunikationswege wie Social Media. Außerdem ist die Einladung von Künstler/innen, die sich durch künstlerische Forschung dem Gegenstand widmen, vorgesehen. In Kooperation zwischen der Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk) und der documenta und Museum Fridericianum gGmbH ist zudem vorgesehen, Ausstellungsflächen im Obergeschoss der Neuen Galerie zur Geschichte der

documenta zu nutzen.

ll. Personalkonzept

Im Endausbau des zukünftigen documenta Instituts sind nach ersten Planungen etwa 66 Arbeitsplätze vorgesehen.

Bereich gesamt
Institutsverwaltung 8 Vollzeitstellen 8
Archiv 14 Vollzeitstellen zuzüglich

6 studentische Hilfskräfte

20
Forschung 17 Vollzeitstellen zuzüglich

8 studentische Hilfskräfte

25
Anzahl Arbeitsplätze z. T. Teilzeitstellen und Ordnungsarbeitsplätze 66

Davon entfallen zukünftig in den Bereich documenta archiv und lnstitutsverwaltung etwa 22 Stellen zuzüglich 6 studentische Hilfskräfte. Hier sollen insbesondere die Bereiche Vermittlung, Marketing, IT-Infrastruktur, Social Media und Nutzerservice ausgebaut werden.

Der Universität Kassel wurden im Haushalt neben den finanziellen Mitteln für die documenta Professur finanzielle Mittel für 3 W 2 Professuren zur Verfügung gestellt. Des Weiteren hat das Land Hessen zugesagt, die notwendigen finanziellen Mittel für den Forschungsbereich zur Verfügung zu stellen. Von Seiten der Universität bedeutet dies einschließlich des entsprechendem Unterbaus sowie Stellen für Gastwissenschaftler/innen einen Bedarf von ca. 17 Stellen. Hinzu kommen Arbeitsplätze für etwa 8 studentische Hilfskräfte

III Raumprogramm

Das Raumprogramm des documenta Instituts umfasst ca. 4.500 qm Nutz- und Technikflächen (6.450 qm BGF). Darin sind im Wesentlichen folgende Flächen geplant:

Arbeitsräume
lnstitutsverwaltung
150 qm
Arbeitsräume Archiv 300 qm
Bereich Öffentlichkeit 1.900 qm Bibliothek mit Freihandaufstellung inkl. Lesesaal 1400 qm, kombinierter Veranstaltungs- und Ausstellungsraum 250 qm, Technikraum Ausstellung, Foyer, Garderobe 300 qm
Arbeitsräume Forschung 650 qm
Magazin-, Technik- und Erschließungsflächen 1.400 qm davon 400 qm für Aktenarchiv und Sammlungen
Gästewohnung Stipendiat/innen 100 qm
Summe 4.500 qm

IV. Finanzierung Baukosten

Die ermittelten Gesamtkosten betragen nach einer Kostenschätzung ca. 24 Mio. Euro inklusive Umsatzsteuer. Der Bund hat für das Bauvorhaben 12 Mio. Euro, das Land 6 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Von den verbleibenden 6 Mio. Euro sollen 2 Mio. Euro über Drittmittel eingeworben werden.

Sofern die im Rahmen des städtischen Anteils an der Gesamtfinanzierung vorgesehenen 2 Mio. Euro Drittmittel nicht in vollem Umfang eingeworben werden können, wird die Stadt Kassel die erforderlichen Haushaltsmittel zusätzlich zu den bereits beschlossenen 4 Mio. Euro bereitstellen. Die Stadt Kassel trägt das Risiko etwaiger Mehrkosten des Bauvorhabens, sofern die geplanten 24 Mio. Euro überschritten werden sollten. Mehrkosten sind durch entsprechend geeignete konzeptionelle oder durch bauliche Maßnahmen unter Berücksichtigung von Standortfaktoren zu verhindern oder wären zu gegebener Zeit im städtischen Haushalt zu veranschlagen. Der Bauplatz wird durch die Stadt Kassel zur Verfügung gestellt.

3.Betriebskosten

a) Gebäudebetriebskosten

Die Stadt Kassel beteiligt sich mit 50% an den notwendigen Gebäudebetriebskosten, derzeit beziffert mit ca. 200.000 Euro jährlich ohne Bauunterhaltungskosten, sofern das Land Hessen Mittel in gleichem Umfang zur Verfügung stellt. Das Land Hessen hat dies zugesagt.

b) Betriebskosten Verwaltung.

Die Stadt Kassel beteiligt sich zukünftig neben den bereits aktuell für das documenta archiv über die documenta und Museum Fridericianum gGmbH eingestellten Mitteln (jeweils 500.000 Euro pro Jahr von Stadt Kassel und Land Hessen) mit 50 % am Aufbau und Betrieb der Verwaltung des documenta Instituts, sofern das Land Hessen Mittel in gleicher Höhe im Landeshaushalt ab 2020 bereitstellt. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel sind im Einvernehmen mit dem Land Hessen festzulegen. Diese Projektphase mit Vorplanungen wie der Raum-, Personal- und Budgetbedarfsplanung hat mit dem STAVO Beschluss im Herbst 2018 ihren Abschluss gefunden. Es folgt nun die Entstehungsphase in der es um die Festlegung des finalen Standortes, die Ausschreibung des Architekturwettbewerbes, die Errichtung des Gebäudes, die formale Gründung des Instituts und die weitere Konkretisierung der inhaltlichen Konzeption und der Raum-, Personal- und Budgetbedarfsplanung geht.

Bei der weiteren Erarbeitung der inhaltlichen Konzeption stehen die documenta gGmbH und Universität mit der Kunsthochschule im Mittelpunkt. Hier geht es darum, die Aufgaben weiter auszudifferenzieren und die Zusammenarbeit und Schnittstellen zu definieren. Wichtig ist dabei, die Freiheit der Wissenschaft und Forschung der Universität und die künstlerische Freiheit im Bereich der documenta zu berücksichtigen.

Aktuell befinden wir uns in intensiven Arbeitsgruppengesprächen mit Land, documenta gGmbH und der Universität mit der Kunsthochschule, die die unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorstellungen in Einklang bringen sollen (Konkretisierung der Ziele, Aufgaben, Schnittstellen).

Wir wollen noch in diesem Jahr das rechtliche Konstrukt als tragfähigen Rahmen entwickeln, der die jeweiligen Kompetenzen mit optimalen Bedingungen berücksichtigt und weiter gemeinsam an den Inhalten arbeiten.


Diskussion zu Top 1:

Die AfD-Fraktion mahnt an bei der Standortfrage zu Potte zu kommen. Den holländischen Platz sehr man nicht als tragfähig an, man schlage einen Neubau am Steinweg vor.

Die CDU-Fraktion fragt nach, wie man sich das rechtliche Konstrukt vorstellen könne, unter welcher Leitung dieses entstehe.

Die Kulturdezernentin erwidert, alle Partner seien einbezogen. Sorgfältige Abwägung sei notwendig, da alle Beteiligten gewachsene Strukturen hätten mit anderen Gesetzmäßigkeiten. Eine Leitung solle es in Gänze geben, darunter fachlich besetzte Bereiche. Es seien unterschiedliche Konstrukte möglich, zum Beispiel eine Organisation als Verein oder GmbH. Das gelte es im Moment zu prüfen. Das Land Hessen habe eine Stelle für außeruniversitäre Belange. Gemeinsam mit dem Land Und der Universität unter Documenta G GmbH treffe man die Entscheidung.

Die Fraktion FDP, Freie Wähler + Piraten fragt nach, ob die neue Galerie eine Vermittlungsaufgabe übernehme und ob das Gästehaus der Universität Für Stipendiaten offenstehen. Die Kulturdezernentin erklärt, die Ausstellungen sei ein Kooperationsprojekt der Dokumente und des MHK, und die Documenta habe geeignete Fachleute für die Vermittlung. Das Gästehaus der Uni sei Sache der Uni.

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9.Vorstellung Konzept documenta Institut

Antrag der Fraktion Kasseler Linke 101.18.1286 -(gleichzeitig im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen)

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:
Vor der Sommerpause wird in einer der nächsten Sitzungen des Kulturausschusses sowie des Finanzausschusses das Konzept für das documenta Institut vorgestellt. Dabei soll auch über die Kooperation mit der documenta GmbH, der Universität, der Kunsthochschule Kassel sowie weiteren Akteuren berichtet werden.
Begründung:
Der Beschluss, dass das Institut gebaut werden und wie die Finanzierung verteilt werden soll, besteht schon lange. In der Stadtgesellschaft herrscht Streit über den Standort des documenta Institutes. Einen Beschluss der Stadtverordneten dazu gibt es nicht. Bisher wird sich auf den Dreiklang Archiv, Forschung und Vermittlung als Pfeiler des Konzeptes berufen.Das documenta Institut sollte dabei den Gedanken der documenta verwirklichen. Teil davon wäre die Prüfung des geeigneten Zugangs durch die Öffentlichkeit. Die Beteiligung der Öffentlichkeit in der Erstellung des Konzepts könnte dazu sowie zur Einhaltung der Kulturkonzeption den wesentlichen Beitrag leisten, um „den partizipativen Prozess des gemeinsamen Interessensaustauschs zu verstetigen“ (Kulturkonzeption 2030, Ziel 6, S. 009).Derzeit wird das documenta Institut sehr unkonkret und unter alleiniger Kontrolle des Magistrats gehalten. Das documenta Institut wird dadurch zum Prüfstein der Umsetzung der Kulturkonzeption und darin beworbenen „documenta-Motivation“. So heißt es in derKulturkonzeption:
Kassel… ist documenta-Stadt…, weil sie den documenta-Geist konsequent auf allen Feldern von Kunst und Kultur zur Grundhaltung macht“ (S. 059).
Für die Finanzierung hat es bereits einen Beschluss gegeben, bei dem die Stadt das gesamte Risiko bei Mehrkosten trägt. Um dieses Risiko zu minimieren, ist eine vorausschauende und transparente Planung unabdingbar.

Die SPD-Fraktion erklärt, der Antrag sei mit dem Vortrag der Kulturdezernentin schon behandelt, Die Fraktion B 90/Grüne ergänzt, man habe soeben einen ausführlichen Stand berichtet bekommen und wissen nicht, was dazu kommen solle.

Die Fraktion Kassel Linke erklärt, das inhaltliche Konzept sei etwas anderes als die 3 Säulen.

Zustimmung: Kasseler Linke, FDP+Freie Wähler+Piraten, CDU, AfD
Ablehnung: SPD, B90/Grüne

Damit ist der Antrag angenommen.

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3.Vorstellung des Direktors des Fridericianums im Kulturausschuss

Antrag der CDU-Fraktion 101.18.1264 –

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:Der Magistrat wird aufgefordert, zu einer der nächsten Sitzungen Herrn Moritz Wesseler, den neuen Direktor des Fridericianums einzuladen, damit er sein Konzept für die Kunsthalle vorstellen kann.

Zustimmung: einstimmig

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4.Vorstellung der neuen documenta-Leitung im Kulturausschuss

Antrag der CDU-Fraktion-101.18.1265 –

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:Der Magistrat wird aufgefordert, mit ruangrupa als Kollektiv zur Leitung der nächsten documenta Kontakt aufzunehmen und dieses zu einem Gespräch in den Kulturausschuss einzuladen. Der Zeitpunkt wird mit der Generaldirektorin der documenta gGmbH und ruangrupa abgestimmt.

Zustimmung: einstimmig

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5.Vorstellung des Kulturzeltkonzeptes im Kulturausschuss

Antrag der CDU-Fraktion 101.18.1266 –

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:Der Magistrat wird aufgefordert, zu einer der nächsten Sitzungen des Kulturausschusses die neuen Eigentümer des Kulturzeltes einzuladen, damit diese ihr Konzept vorstellen können.

Die CDU-Fraktion erläutert man wolle den neuen Betreibern die Möglichkeit geben sich zu präsentieren, die Fraktion B 90/Grüne sieht zwar nach den Berichten in der Presse keinen Bedarf, er wertet die Einladung aber als Zeichen der Wertschätzung und werde deshalb zustimmen.

Zustimmung: einstimmig

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6.„Tatort“-Produktionam Handlungsort Kassel

Anfrage der AfD-Fraktion 101.18.1276 –

Wir fragen den Magistrat:
1.Wie wird die aktuelle „Tatort“-Produktion des Hessischen Rundfunks am Handlungsort Kassel hinsichtlich der Chancen für das Stadtmarketing bewertet?

2.Welche Bestrebungen gibtes seitens der Stadt, einen regelmäßigen oder dauerhaften Kassel-„Tatort“ durch den Hessischen Rundfunk zu etablieren?

3.Gibt es hinsichtlich der Etablierung eines Kassel-„Tatorts“ Kontakte des Kulturamtes zur „Tatort“-Fanszene, welche sich regelmäßig im Theaterstübchen zur öffentlichen Tatort“-Ausstrahlung trifft?

Zu Frage 1 erläutert die Kulturdezernentin, Kassel Marketing sehe die Ausstrahlung am 12. Mai als werbewirksam an. Am 11. und 12. Mai werde es ein Public Viewing vor der Orangerie den geben.

Zu Frage 2: die Stadt Kassel könne einen regelmäßigen Kassel Tatort nicht etablieren, die Planung des HR sehen das nicht vor.

Zu Frage 3: das Theaterstübchen habe vor 2 Jahren mit der Veranstaltung aufgeführt, einen neuen Standort gebe es nicht. Und 12. Mai werde der Kasseler Tatort aber in Theaterstücken gezeigt.

Antwort des Magistrats (mit OCR eingescannt)

Zu Frage 1:
Zur Beantwortung der Frage wurde Rücksprache mit der Geschäftsführung der Kassel-Marketing GmbH gehalten, welche die Chancen für das Stadtmarketing wie folgt einschätzt:

„Der Kassel-,Tatort’ mit seiner geplanten Ausstrahlung am 12, Mai 2019, 20:15 in der ARD; wird die Stadt Kassel einem Millionenpublikum mit zum Teil sehr schönen Stadt- und Landschaftsaufnahmen näherbringen und werbewirksam für weitere Bekanntheit und Sympathie für unsere Stadt in Deutschland sorgen.“ ‘Die Kassel Marketing GmbH weist weíterführend darauf hin, dass der Kassel-„Tatort“ werbe- und öffentlichkeitswirksam zum Abschluss der Veranstaltung 3. Kasseler Gartenkultur’ (11. und 12. Mai 2019) im Rahmen eines Public Viewings írı der Orangerie auf einer LED-Großleinwand übertragen wird.

Zu Frage 2:

Nach aktuellen informationen der Stadt ist es (u.a. aus finanziellen Gründen) von Seiten des Hessischen Rundfunks derzeit nicht beabsichtigt, einen regelmäßigen Kassel-„Tatort“ zu etablieren.

Zu Frage 3:
Die Veranstaltung „Tatort gucken“ wurde vor etwa zwei Jahren aus dem Programm des

Theaterstübchens Kassel genommen. Ein regelmäßiges, öffentliches Treffen einer Kasseler- Fanszene, zu der möglicherweise Kontakt aufgenommen werden könnte, findet daher bedauerllcherweise nicht mehr statt.

Der Kassel-„Tatort“ wird allerdings als Sonderveranstaltung am 12 Mai 2019 auf Fernsehern und einer Großbildleinwand im Theaterstübchen Kassel übertragen. Dies ist neben dem Publíc-Viewing- Angebot der Kassel Marketing GmbH in der Orangerie eine weitere Möglichkeit, die Produktion in einem öffentlichen Rahmen zu rezipieren

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7.Hochbunker Agathof -Zukunftsperspektiven für Kulturträger

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen SPD und B90/Grüne und des Stadtverordneten Andreas Ernst -101.18.1280 –

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:Nach dem Ankauf des Hochbunkers Agathof in Bettenhausen durch die Stadt Kassel wird der Magistrat gebeten, das Umbau-und Nutzungskonzept vorzustellen.Ebenso bitten wir den Magistrat, über die Sicherung und Weiterentwicklung des Rockbunkers Dormannweg im Rahmen des Integrierten Entwicklungskonzeptes Kasseler Osten zu berichten.

Zustimmung: einstimmig

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8.Entwicklung und Perspektiven der Stadtbibliothek

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen SPD und B90/Grüne und des Stadtverordneten Andreas Ernst-101.18.1281 –

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:Der Magistrat wird gebeten, über den Stand der Entwicklung und Perspektiven der Stadtbibliothek im Ausschuss für Kultur zu berichten.

Zustimmung: einstimmig

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