Notizen aus der 14. Sitzung des Ausschusses für Kultur in Kassel

Notizen aus der 14. Sitzung des Ausschusses für Kultur am 13. Februar 2018 (ohne Gewähr)

Tagesordnung:

1. Vorstellung Evaluation “documenta 14” der Universität Kassel und documenta gGmbH

Antrag der CDU-Fraktion – 101.18.756 –

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:
Der Magistrat wird aufgefordert, in einer der nächsten Sitzungen des Kulturausschusses die Evaluation “documenta 14” der Arbeitsgruppe documenta – Evolution von Prof. Dr. Gerd-Michael Hellstern und Prof. Dr. Joanna Orga vorzustellen (beide Universität Kassel) bzw. vorstellen zu lassen und damit den kulturpolitischen Entscheidungsträgern wichtige Erkenntnisse der Besucherbefragung der diesjährigen documenta zur Kenntnis zu bringen.

Diskussion: Die Stadträtin erläutert, dass die Vorstellung der Evaluation der d14 seitens der Stadt in Abstimmung mit der neuen Geschäftsführung geplant werde, der Termin sei frühestens nach Ende der Sommerpause zu erwarten. Die SPD zieht den Antrag über beide Evaluationen an einem Termin zu berichten zurück.

Zustimmung: Einstimmig -> angenommen

zurück


2. Abbau des Obelisken

Anfrage der AfD-Fraktion – 101.18.773 –

Fragen an den Magistrat:
1. Nach dem Abbau des Weihnachtsmarktes kommt die Unästhetik und Deplaziertheit des nackten, grau-kahlen sogenannten Obelisken auf dem zentralen Königsplatz für die Kasseler Bürger wieder voll zur schauderhaften Geltung.
Warum nahmen die Zuständigen der Stadt Kassel den Abbau des Weihnachtsmarktes nicht zum Anlass, den Obelisken ebenfalls abzubauen? Dieser hatte schon den Aufbau des Weihnachtsmarktes massiv beeinträchtigt.
2. Aufgrund welcher rechtlichen Grundlage wurde der Obelisk nicht schon im Oktober 2017 abgebaut, obwohl es die vertragliche Verpflichtung dazu gibt?
3. Wann wird der Obelisk abgebaut?

Die AfD ergänzt, dass ihre Fraktion Ende Januar einen Antrag zu einem Vertreterbegehren formuliert habe, noch vor der FDP. Sie gehe mittlerweile von einer Ablehnung von rund 70 % der Bevölkerung aus. Sie verstehe ohnehin nicht, wie man die Entscheidung am Zusammenkommen des Geldes festmachen könne, dann entscheide ja nicht das Volk, sondern das Kapital.

Die Kulturdezernentin beantwortet die Fragen wie folgt:
zu 1) weil der Spendenaufruf da schon initiiert war.
zu 2) der Nutzungsvertrag sei verlängert worden.
zu 3) wenn nicht genug Spenden zusammenkommen und dem Künstler der Betrag nicht reicht, werde der Obelisk abgebaut. Die Kosten trage die documenta gGmbH.

zurück


3. Entwicklung Tapetenmuseum

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen SPD und B90/Grüne und der Stadtverordneten Dr. Cornelia Janusch und Andreas Ernst – 101.18.803 –

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:
Der Magistrat der Stadt Kassel wird gebeten, im Mai 2018 eine Vertreterin/einen Vertreter der Museumslandschaft Kassel-Hessen in den Ausschuss für Kultur einzuladen und über die Entwicklung des Kasseler Tapetenmuseums zu berichten.

Zustimmung: Einstimmig bei Enthaltung der AfD -> angenommen

zurück


4. Stand Stadtmuseum

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen SPD und B90/Grüne und der Stadtverordneten Dr. Cornelia Janusch und Andreas Ernst – 101.18.804 –

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:
Der Magistrat der Stadt Kassel wird gebeten, über den Stand des Stadtmuseums im Ausschuss für Kultur zu berichten.

Zustimmung: Einstimmig -> angenommen

zurück


5. documenta-Satzung

Gemeinsamer Antrag der Stadtverordneten Burmeister und Nölke, FDP Berichterstatter/in: Stadtverordneter Matthias Nölke – 101.18.807 –

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten dafür Sorge zu tragen, dass die Satzung der documenta-GmbH dahingehend geändert wird, dass für künftige documenta­ Ausstellungen folgendes klar geregelt ist:
1. Kassel ist Hauptstandtort und auch bei Co-Standorten ist die jeweilige documenta-Ausstellung grundsätzlich als erstes in Kassel zu eröffnen.
2. In die Kommission zur Findung einer/eines künstlerischen Leiters/-in sind auch Kenner der Kasseler Kunst- und Kulturszene zu entsenden.

Begründung:
Bisher war in den Findungskommissionen kein Kunstexperte vertreten, der mit der Kasseler Kunst- und Kulturszene vertraut war. So konnten die lokalen Rahmenbedingungen für die Ausrichtung der jeweiligen documenta keine Beachtung finden.
Des Weiteren sorgte die Eröffnung der documenta14 zuerst in Athen für starke Kontroversen.
Beides sollte durch entsprechend klare Regelungen in der Satzung geändert bzw. künftig vermieden werden.

Der Antrag wurde zurückgezogen.

zurück

Sitzungsende: 17:20 Uhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.