Sozialtickets, Rote Hilfe, Wartelisten bei Wohnungsbaugesellschaften

Notizen aus dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport, 7. Sitzung

Heute eine kurze Tagesordnung:

  1.  Vorstellung Sozialtickets beim Staatstheater Kassel, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 14. November 2016, Bericht des Magistrats 101.18.295
  2. Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe e.V. 101.18.396
  3. Wartelisten bei Wohnungsgesellschaften 101.18.404
  4. Vertragsdauer, Auslastung und Kapazität der Flüchtlingsunterkünfte 101.18.415


  1. Vorstellung Sozialtickets beim Staatstheater Kassel, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 14. November 2016, Bericht des Magistrats 101.18.295

Die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel ev stellt sich kurz vor. Der Verein besteht nunmehr seit 70 Jahren und finanziert sich ausschließlich über Spenden. Neben einem Jugendförderprogramm (seit 2008), gibt es seit 2014 auch ein Förderprogramm für für ALG II-Empfänger.
Die Theaterleitung schlägt vier zu fördernde Vorstellungen pro Monat vor, quer durch alle Sparten des Hauses. Pro Vorstellung werden 40 Karten zum Preis von 3€ bei Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Tanz und Konzert angeboten, Im tif 20 Karten zu je 2€.
Die Differenz zum regulären Preis wird vom Staatstheater der Fördergesellschaft in Rechnung gestellt.
Während bei Schülern der Nachweis einfach durch einen Schülerausweis erfolgt, kann man als Leistungsbezieher über einen Betreuer (über Caritas, Hand in Hand usw) eine alte Karte bekommen, die dann im Theater vorgezeigt wird, um das doch eher auffällige Vorzeigen des Bescheids, für viele eine deutliche Hürde, zu vermeiden. Im letzten Jahr 228 Sozialtickets verkauft worden, seit das Förderprogramm läuft um die 600.
(Im Moment arbeitet die Stadt an der Umsetzung der sogenannten Mittendrinkarte, mit dieser wird der Erwerb der Sozialtickets diskriminierungsfrei möglich sein)


2. Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe e.V. 101.18.396

Dem Magistrat ist nicht bekannt, ob Sozialarbeiter/Streetworker der Stadt Kassel dem Rote Hilfe e.V. angehören, privaten Mitgliedschaften werden nicht geprüft.  Damit entfallen Frage 2 und 3. Frage 4 und 5 können mit Nein beantwortet werden, es besteht weder eine Zusammenarbeit, noch fördert die Stadt Kassel den Verein.


3. Wartelisten bei Wohnungsgesellschaften 101.18.404

Herr Geselle erläutert, dass die Fragen in das Geschäftsgebaren der Wohnungsbaugesellschaften eingriffe, es sich um persönliche Daten handele, somit die Fragen nicht beantwortet werden können.
Lediglich Frage 3 wird beantwortet: 2199 (ohne Gewähr meinerseits, die Frage wird aber noch mal schriftlich beantwortet)

(Auch, wenn einige Fragen sicher schwierig sind, ist mir nicht ganz verständlich, warum es zu den Wartelisten keine anonymisierte Zahlen geben kann, denn ohne Zahlen ist eine qualifizierte Beurteilen von Bedarf und Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation von Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen schwierig)


4. Vertragsdauer, Auslastung und Kapazität der Flüchtlingsunterkünfte 101.18.415

Herr Geselle beantragt die nichtöffentliche Behandlung, bis auf die Kasseler Linke stimmen alle zu.
Die Anfrage wird nicht öffentlich beantwortet, damit ist für mich die Sitzung beendet.


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